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Magnesium im Boden

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Magnesium ist als Bestandteil des Chlorophylls (Blattgrün) für die Pflanze von großer Bedeutung. Insofern hat die Magnesiumversorgung einen direkten Einfluss auf den Ertrag. Magnesium aktiviert zahlreiche Enzyme bei der Energieübertragung und spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Stickstoff zu Eiweiß.

Das Mg-Angebot im Boden hängt stark vom geologischen Ausgangsmaterial des Bodens ab. Magnesium ist ein mobiles Element und kann somit ausgewaschen werden, wenngleich Mg nicht so leicht ausgewaschen wird wie N oder S. Besonders bei niedrigen pH-Werten kann es zu einer Auswaschung kommen.

Trotz ausreichender Mg-Versorgung des Bodens kann ein Mg-Mangel bei Pflanzen auftreten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Magnesium um die Aufnahme in die Pflanze mit Kalium, Mangan und Calcium konkurriert. Besonders bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern (hoher K-Gehalt) kann es zu einer Verdrängung des Magnesiums an der Pflanzenwurzel kommen.

Mg-Mangel wird zunächst an älteren Blättern sichtbar, da Magnesium in der Pflanze mobil ist und bei Unterversorgung aus älteren Blättern mobilisiert werden kann. Auf Grund der zentralen Stellung des Magnesiums bei der Chlorophyllsynthese sind bei Mangel Ertragseinbußen von bis zu 50% möglich. Mg-Mangel im Gras kann in der Milchviehhaltung bei Kühen Weidetetanie auslösen. Eine Überversorgung mit Magnesium kommt in den seltensten Fällen vor.

BLGG AgroXpertus bestimmt die direkt verfügbare Menge an Magnesium mit der PAE®-Methode. Hierbei werden die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Elementen berücksichtigt - im Falle von Magnesium vor allem der Einfluss von K, Ca und Mn. Sie erhalten somit eine Düngeempfehlung, die noch näher an der tatsächlichen Nährstoffversorgung Ihrer Parzelle liegt.