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Natrium im Boden

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Na ist das vierthäufigste Element der Welt und für zahlreiche Lebewesen hinsichtlich Gesundheit und Vitalität von großer Bedeutung. Ein Großteil dieses Na ist für die Pflanzen nicht direkt verfügbar, da es an Tonminerale und organische Substanz gebunden ist. Auswaschungsgefährdet ist Na vor allem auf Sandböden.

Na-Mangel ist auf Grün- und Ackerland nicht sichtbar. Da Natrium leicht ausgewaschen wird, ist es wichtig, jährlich die Natriumversorgung zu überprüfen und sicher zu stellen, dass der Natriumgehalt in Ordnung ist.

Auch die Zusammensetzung des Bodens spielt eine wichtige Rolle. In Situationen mit hohem Kalium- und/oder Magnesiumgehalt kann Gras nur schwer Natrium aufnehmen. Ein niedriger Natriumgehalt im Boden führt häufig auch zu einem niedrigen Natriumgehalt im Weidegras. In der Milchviehwirtschaft spielt gerade Natrium hinsichtlich der Schmackhaftigkeit von Gras und somit auch im Bezug auf Futteraufnahme und Milchproduktion eine entscheidende Rolle. Ein Natriummangel bei Milchkühen äußerst sich in Abmagerung, Trägheit, Lecksucht und Nachgeburtsverhalten.

Im Ackerbau spielt Na besonders im Zuckerrübenanbau hinsichtlich des TM- und Zuckerertrages eine entscheidende Rolle.

Bei der Na-Düngeempfehlung von BLGG AgroXpertus wird die pflanzenverfügbare Natriummenge mit der PAE®-Methode bestimmt. Bei der Aufnahme steht Na unter anderem im Wettbewerb mit Kalium. Dies wird bei der Empfehlung berücksichtigt. Bei einem hohen Kaliumgehalt wird bei gleichem Natriumgehalt eine höhere Natriummenge (Salz) empfohlen. Dadurch kann trotz des hohen Kaliumgehaltes die benötigte Natriummenge aufgenommen werden.