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Tonminerale

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Ton besteht aus Bodenteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 0,002 mm. Der Tonanteil des Bodens verändert sich im Lauf der Jahre nur geringfügig. Er beeinflusst die Bearbeitbarkeit, Struktur und das Wasserhaltevermögen des Bodens. Bei einem hohen Tongehalt wird ein hoher Anteil organischen Materials benötigt, um den Boden luftig zu halten und einer Verschlemmung entgegenzuwirken.

Tonminerale sind mikroskopisch kleine Schichtkristalle, bestehend aus flachen, aufeinander geschichteten Platten/Schichten (siehe Abbildung unten). Wegen ihrer Fähigkeit, zwischen den Schichten Nährstoffionen (vor allem Kalium) und Wasser einzulagern und an die Pflanzenwurzeln wieder freizugeben, sind sie für die Pflanzenernährung von großer Bedeutung. Tonminerale haben eine negative Ladung. Auf Grund dieser negativen Ladung können im Boden gelöste positive Ionen/ Mineralstoffe zwischen den einzelnen Schichten gebunden bzw. an der Oberfläche adsorbiert werden.

Je größer die Oberfläche der Tonminerale ist, desto mehr Kationen können gebunden werden. Durch Bindung der Kationen an den Tonmineralen werden diese nicht mehr ausgewaschen und stehen somit der Pflanze zur Verfügung. Dies ist die Ursache dafür, dass Tonböden in der Regel fruchtbarer sind als Sandböden. Allerdings wird mit steigendem Tongehalt die Bearbeitbarkeit des Bodens problematischer.