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Trockensubstanz (TS)

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Der TS-Gehalt gibt die Menge Trockensubstanz je kg Silage wieder. Eine nasse Silage hat einen niedrigen TS-Gehalt, eine trockene Silage enthält viel Trockensubstanz. Eine Silage wird dann als nass bezeichnet, wenn der TS-Gehalt kleiner als 300 g/kg Frischmasse ist. Trockene Silagen enthalten mehr als 500 g Trockensubstanz je kg Frischmasse.

Bestimmung
Die Trockensubstanz wird durch Wiegen der Frischmasse und anschließender Trocknung bestimmt. Danach wird die getrocknete Probe erneut gewogen. Der Unterschied zwischen den beiden Messungen ist der Wasseranteil, der während des Trocknungsprozesses verdampft ist. Die Menge an Trockensubstanz wird in g/kg Frischmasse wiedergegeben. Häufig wird die Trockensubstanz auch in Prozent angegeben. Ein TS-Gehalt von 330 g/kg Frischmasse ist identisch mit 33% TS.

Konservierung
Trockensubstanzgehalt und Konservierungserfolg sind auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden. Milchsäurebakterien bevorzugen ein trockenes Umfeld; ein TS-Gehalt von 30% ist das Minimum. Grassilagen mit TS-Gehalten von über 50% konservieren demgegenüber schlecht, da das luftdichte Festfahren einer trockenen Silage schwierig ist. Das Silo enthält entsprechend viel Sauerstoff, wodurch Pilze und Fäulnisbakterien optimale Bedingungen erhalten. Des Weiteren sind trockene Silagen beständiger, so dass die Zellwände schlechter abgebaut werden können. Dadurch wird der Zucker als Nahrung für die Milchsäurebakterien nur sehr langsam freigesetzt.

Feuchtere Silagen (TS-Gehalt kleiner 45%) lassen sich dem gegenüber sehr gut festfahren. Durch die geringere Beständigkeit der Zellwände wird der Zucker schnell freigesetzt. Der Konservierungsprozess verläuft in der Regel gut.