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Schwermetallprüfung mittels ICP/MS

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Elementbestimmung mittels ICP/MS im Pharmabereich

Die Änderungen im Bereich der Schwermetallanalytik in den Arzneibüchern könnten größer nicht sein: Zum einen hat sich die im Dezember 2014 final erschienene ICH-Guideline Q3D zum Ziel gesetzt, die Zulassungsanforderungen verschiedener Regelwerke zu harmonisieren. Zum anderen wurde bisher nach USP <231> ein visueller Grenzwerttest gefordert, der nun gemäß USP <232> und USP <233> durch eine elementselektive und quantitative instrumentelle Messtechnik ersetzt wird. Und auch die Ph. Eur. hat mit den Kapiteln 5.20 und 2.4.20 kürzlich neue Vorschriften publiziert.

Durch die große Anzahl der Analyten und die zu erreichenden niedrigen Bestimmungsgrenzen hat die Elementbestimmung mittels ICP/MS im Pharmabereich immens an Bedeutung gewonnen. Eurofins Fintelmann und Meyer GMP ist in diesem Bereich schon seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner.

 

ICH-Guideline Q3D

Im Dezember 2014 erschien die finale Version der ICH-Guideline Q3D („Elemental Impurities"). Aufgrund der Auswertung toxikologischer Daten wurden für 24 Elemente Grenzwerte für verschiedene Aufnahmewege aufgestellt. Im Rahmen einer Risikobewertung des Produktionsprozesses soll der Hersteller bekannte und potenzielle Quellen von Verunreinigungen identifizieren und auf Basis dieser Grenzwerte kontrollieren.

Ziel dieser Richtlinie ist die Harmonisierung der unterschiedlichen Zulassungsanforderungen regionaler Regelwerke. Allerdings weisen die Vorschriften von USP und EP bei der Umsetzung sowohl bezüglich der Auswahl der Elemente als auch bei der Festlegung der Grenzwerte erhebliche Unterschiede auf. 

 

USP <232> und <233>

Der über 100 Jahre alte, unselektive und störanfällige visuelle Schwermetalltest nach USP <231> („Heavy Metals") hat ausgedient. Für alle Neuzulassungen im amerikanischen Raum kommen bereits die neuen Kapitel USP <232> („Elemental Impurities – Limits") und USP <233> („Elemental Impurities – Procedures") zur Anwendung. Für Freigabeuntersuchungen von bestehenden Zulassungen sowie für alle monographierten Wirk- und Hilfsstoffe wird diese Prüfung ab Januar 2018 verbindlich.

In diesen Kapiteln werden Grenzwerte für 15 Elemente in pharmazeutischen Produkten aufgestellt sowie die Untersuchung mittels ICP/MS bzw. ICP/OES als Standardmethode festgelegt. Der Umfang der Prüfung wird durch eine risikobasierte Abschätzung derjenigen Elemente, die auf natürlichem Weg, durch Zugabe oder ungewollt ins Endprodukt gelangen können, ermittelt. Es muss also nicht zwangsläufig eine Analyse auf alle 15 Elemente erfolgen.

 

EP 5.20 und 2.4.20

In EP 5.20 („Metal catalysts or metal reagent residues") wurden Grenzwerte für 14 Elemente aus metallischen Katalysatoren oder Reagenzien festgelegt. Anforderungen an die Bestimmungsmethode werden in EP 2.4.20 („Determination of metal catalysts or metal reagent residues") geregelt.

Die neuen Regelungen betreffen alle Substanzen zur pharmazeutischen Anwendung, egal ob monographiert oder nicht. Sie werden ab September 2018 verbindlich, bis dahin gilt eine Übergangregelung für bereits existierende Produkte.

 

Unser Angebot

Wir stehen Ihnen mit unserem ICP/MS-Portfolio zur Seite, wenn es darum geht, die Konformität Ihrer Produkte mit den neuen Richtlinien nachzuweisen:

 

Qualitatives ICP/MS-Screening

Ein hilfreiches Instrument bei der Risikobewertung des Herstellungsprozesses, indem es einen schnellen und kostengünstigen Überblick über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein vieler Elemente verschafft. Auf diese Weise können auffällige Elemente identifiziert und bei Bedarf anschließend gezielt quantifiziert werden.

 

Quantitatives ICP/MS-Screening

Sehr effektiv, wenn es darum geht, einen ersten Überblick über den Gehalt bestimmter Elemente zu bekommen. Im Prozess der Risikobewertung können beispielsweise die kontrollpflichtigen Elemente auf das Überschreiten einer Warngrenze hin überwacht werden.

 

Elementbestimmungen gemäß…

ICH-Guideline Q3D ("Elemental Impurities")

USP <730> ("Plasma Spectrochemistry") 

USP <232> ("Elemental Impurities – Limits"),
USP <233> ("Elemental Impurities – Procedures") 

EP 2.2.58 ("Inductively coupled plasma-mass spectrometry")

EP 5.20 ("Metal catalysts or metal reagent residues"),
EP 2.4.20 ("Determination of metal catalysts or metal reagent residues")

Diese Methode erlaubt eine genaue Gehaltsbestimmung von Elementen in Übereinstimmung mit den o.g. Vorschriften.

 

Matrixvalidierung

Beide Arzneibücher fordern, dass eine Matrixvalidierung durchgeführt werden muss, um zu zeigen, dass die Analysenmethode speziell für die jeweilige Matrix anwendbar ist. Hier gibt es in den jeweiligen Monographien genaue Vorgaben zu den einzuhaltenden Parametern. Gern beraten wir Sie zu diesem Thema und lassen Ihnen ein Angebot zukommen.

 

Warum Eurofins?

Als Dienstleister rund um das Thema Arzneimitteluntersuchungen blicken wir auf über 90 Jahre Erfahrung zurück und sind seit mehr als 20 Jahren GMP zertifiziert.

Wir bieten Ihnen alle Leistungen aus einer Hand - egal ob es sich um chemische oder mikrobiologische Untersuchungen von Wirk- und Hilfsstoffen, pflanzlichen Drogen, Kosmetika oder Zusatzstoffen handelt.

Sollten wir eine Analyse einmal nicht selbst durchführen können, stehen uns weltweit 225 Labore mit über 150.000 Methoden zur Verfügung, um Ihr Problem zu lösen. Selbstverständlich übernehmen wir die Koordination für Sie. Auf Wunsch werden unsere Experten Sie auch jederzeit gern direkt beraten.

 

Qualität

Jedes eingehende Paket wird sofort registriert, noch bevor es ausgepackt wird. Die Probe wird als erstes auf Unversehrtheit und Lagerbedingungen geprüft und in unserem Labor-System registriert. Ab diesem Zeitpunkt ist jedes Probengefäß unverwechselbar mit einem Barcode gekennzeichnet. Jeder Schritt wird natürlich unter Wahrung des 4-Augen-Prinzips durchgeführt. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, den Probenstatus jederzeit im Internet zu verfolgen. Dies geht von der Probenregistrierung, über die Freigabe der Ergebnisse bis hin zum Zertifikat, welches wir Ihnen natürlich auch online zur Verfügung stellen.

Auf Wunsch lassen wir Ihnen gerne unsere Vorlage für einen Verantwortungsabgrenzungsvertrag zukommen.

 

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