Migration von Benzophenon und 4-Methylbenzophenon aus bedruckten Kartonagen
Von Silke Heimbecher, Eurofins Food Deutschland
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 29 - März 2009
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Anfang Februar 2009 ist im Schnellwarnsystem der Europäischen Union (RASFF-Rapid alert system for food und feed) die Substanz 4-Methylbenzophenon gemeldet worden, die als Initiator für die Polymerisation in Druckfarben eingesetzt wird. 4-Methylbenzophenon sowie Benzophenon sind in Lebensmitteln gefunden worden. Sie wurden zuerst in Müsliprodukten aus Belgien in Konzentrationen bis zu 4 mg/kg nachgewiesen. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für Benzophenon beträgt 0,01 mg/kg Körpergewicht. Daraus leitet sich nach der Richtlinie für Kunststoffe 2002/72/EG ein spezifisches Migrationslimit von 0,6 mg/ kg Lebensmittel ab.
Für 4-Methylbenzophenon liegt bisher kein Grenzwert vor. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist mit einer Risikobewertung beauftragt worden.
Der europäische Verband der Druckfarbenhersteller EuPIA hat in einer ersten Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die genannten UV-Initiatoren aufgrund der möglichen Migration nicht zur Verwendung in Lebensmittelverpackungen geeignet sind, sofern keine funktionelle Barriere vorliegt.
Eurofins bietet die Analysen von 4-Methlybenzophenon und Benzophenon für bedruckte Kartonagen an sowie die Überprüfung der spezifischen Migration dieser Substanzen. Des Weiteren können trockene Lebensmittel auf 4-Methlybenzophenon und Benzophenon untersucht werden.
Kontakt: SilkeHeimbecher@eurofins.de
