Import von Lebens- und Futtermitteln aus China-Möglichkeiten der Risikominimierung

Von Peter Leedham, Eurofins China und Werner Nader, Eurofins Global Control
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 30 - Juli 2009

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Im Jahr 2008 wurde China erstmals zur zweitgrößten Exportnation der Welt. Eine Vielzahl von Lebensmittelrohstoffen sowie Fertigprodukten kommt hauptsächlich aus diesem Land. Gleichzeitig stieg die Zahl der Meldungen im EU-Schnellwarnsystem (RASFF) für Lebens- und Futtermittel aus China auf 355 bzw. 12 %, wobei diese Zahlen in Relation zur enormen Menge der gehandelten Güter gesetzt werden müssen.

Die Meldungen im RASFF von 2007 betrafen hauptsächlich Tierarzneimittel, Aflatoxine in Erdnüssen und überhöhte Sulfitzusätze in getrockneten Früchten und Gemüse. 2006 gab es die ersten Meldungen über den gentechnisch veränderten Reis Bt 63. Melamin wurde erstmals 2007 in Futtermittelzusätzen aus China erwähnt, bevor es 2008 in Babynahrung und Karamellbonbons traurige Berühmtheit erlangte. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal der Farbstoff Orange II in Distelöl gefunden.

China hat reagiert und entwickelt sein eigenes Schnellwarnsystem. Außerdem wurden die Kontrollen für Lebens- und Futtermittelexporte drastisch verschärft. Für die Privatwirtschaft bietet Eurofins seinen Kunden einen neuen Service an, eine Kombination aus analytischem Know-How und detaillierter Sachkenntnis der gesetzlichen Vorgaben in Europa und den USA sowie der Risiken und Gegebenheiten im Ursprung China. Das Eurofins Labor in Suzhou führt Analysen unter den gleichen Qualitätsstandards wie die europäischen Labore der Gruppe durch und ist nach ISO 17025 sowohl durch die chinesische CNAS als auch durch die deutsche DACH akkreditiert.

Eurofins Global Control wurde als neue Geschäftseinheit für Deutschland, Schweiz und Österreich gegründet. Das Unternehmen bietet Lösungen für die Warenstromkontrolle an, die vor allem von Importeuren vor der Verschiffung genutzt werden. Dies beinhaltet die Inspektion, Beprobung und Analyse der Produkte sowie die Auditierung der Produktionsstätten. Gerade für Importe aus China bietet sich eine solche Warenprüfung vor Verschiffung an, um das Risiko zu minimieren, dass die Ware bei Ankunft in Europa nicht verkehrsfähig ist.

Kontakt: WernerNader@eurofins.de

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