Kompetentes Monitoring persistenter Chemikalien

Von Frank Neugebauer, Kompetenz-Zenter für Dioxine & persistente organische Schadstoffe, Eurofins GfA GmbH, Deutschland
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 34 - November 2010

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Analyse der 24 Stockholm-POPs bei Eurofins GfA

Sie können Krankheiten bei Mensch und Tier hervorrufen oder Lebensund Futtermittel kontaminieren - es gibt eine lange Liste von negativen Eigenschaften und Effekten der 24 persistenten organischen Schadstoffe (POPs, von engl. "persistent organic pollutants").

Seit Ende August 2010 ist die Anzahl von Substanzen, die weltweit verboten oder in der Anwendung beschränkt wurden auf insgesamt 21 Chemikalien erhöht worden. Weitere 3 Kandidaten für diese Liste sind derzeit in Prüfung. Unter diese 24 fallen sowohl unbeabsichtigt gebildete Stoffe, wie z.B. Dioxine, als auch industriell hergestellte Substanzen, wie bestimmte Pestizide, PCB, Flammschutzmittel und perfluorierte Chemikalien. All diese Verbindungen haben eines gemeinsam: Sie gelangen ins globale Ökosystem und sind von dort nur schwer wieder zu entfernen. Sie stören endokrine Systeme, wirken als Mutagene oder Gifte und werden deshalb international verstärkt behördlich überwacht. Durch Anreicherung in der Nahrungskette gelangen sie in den menschlichen Körper. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Lebensmittel gerichtet, in denen bereits häufiger POPs nachgewiesen wurden, z.B. Fisch, Eier, Milch oder Käse.

Die Überwachung dieser Verbindungen ist seit einigen Jahren in einer bindenden internationalen Übereinkunft geregelt, die in Schweden im Jahre 2001 verabschiedet wurde. Die Stockholmer Konvention über POPs wurde mittlerweile von über 150 Ländern ratifiziert, die damit einem Verbot oder einer Beschränkung dieser Chemikalien durch Erstellung nationaler Umsetzungspläne und gesetzlicher Regelungen zugestimmt haben.

Eurofins GfA bietet als Kompetenz- Zentrum für POPs die Analytik des kompletten Stockholm-Paketes und der potentiellen Kandidaten an. Mittels hochtechnisierter massenspektrometrischer Verfahren werden 24 Schadstoffe bzw. Schadstoffgruppen quantifiziert; darunter bekannte Verbindungen wie Dioxine (PCDD/F), Polychlorierte Biphenyle (PCB), DDT oder diverse bromierte Flammschutzmittel. Darüber hinaus bietet die Eurofins GfA Lösungen für ähnliche Komponenten wie z.B. PAK, Organozinnverbindungen, Phosphorflammschutzmittel oder Verbindungen der "novel POPs".

Eine Gesamtliste aller analysierbaren Kontaminanten sowie weitere Informationen finden sich im Internet unter www.pops24.de oder www.dioxine.de.

Kontakt: juergenschwietering@eurofins.de

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