Nachweis von Atropin und Scopolamin in Lebensmitteln
Von Vincent Cirimele, ChemTox, Frankreich
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 35 - März 2011
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Pflanzen der Gattung Stechapfel (Datura) enthalten giftige Alkaloide wie Atropin und Scopolamin und können bei Wachstum in unmittelbarer Nähe von agrarwirtschaftlichen Nutzflächen zu Verunreinigungen von Lebens- und Futtermitteln führen.
Der häufig vorkommende Großblütige Stechapfel (Datura inoxia) ist eine krautige Pflanze mit weißen Blüten, die sich als widerstandsfähiges Unkraut in allen warmen Regionen der Welt ausbreitet.
Während der Ernte kann es zu einer Verunreinigung durch Stechapfelgifte kommen. Daher können entsprechende Alkaloide in verschiedenen Rohwaren und verarbeiteten Produkten vorhanden sein, z.B. in Cerealien, Buchweizen, Wein, Futtermitteln, Mehl oder Backwaren.
Eine Vergiftung durch Alkaloide verusacht psychotrope Effekte. Atropin und Scopolamin haben sowohl einen Kurz- als auch Langzeiteffekt. Sie wirken stark beruhigend, halluzinogen, verursachen aber auch Herzrasen, Muskelerschlaffung und führen zu verminderter Tränen-, Speichel-, Bronchial- und Verdauungssekretion. Erhöhte Mengen können zu fatalen Vergiftungen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen.
ChemTox, ein Mitglied der Eurofins-Gruppe, hat eine entsprechende HPLC-MS/ MS Analyse entwickelt, die eine besonders hohe Empfindlichkeit mit einer sehr genauen Spezifität für den Nachweis und die Quantifizierung von Atropin und Scopolamin in Lebensmitteln kombiniert.
Die routinemäßige Bearbeitungszeit von Proben liegt bei 10 Tagen. In besonders dringenden Fällen bietet ChemoTox zusätzlich eine verkürzte Analysedauer von 5 Tagen oder 24 Stunden an. Kontakt: service@eurofins.de
