Belastung von Meeresfrüchten mit Mineralölkohlenwasserstoffen
Von John Reuter, Eurofins Central Analytical Laboratories, USA
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 35 - März 2011
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Aufgrund der Ölverschmutzung im Golf von Mexiko, die im April 2010 durch eine Explosion auf der Bohrinsel Deepwater Horizon verursacht wurde, steigt die Sorge über eine mögliche Belastung von Fischen und Meeresfrüchten mit aus dem Öl stammenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und aliphatischen Kohlenwasserstoffen.
Obwohl alle bisher durchgeführten Analysen keine entsprechenden Nachweise erbracht haben, bleibt die Besorgnis auf dem amerikanischen Markt bestehen. Daher wird die kontinuierliche Überwachung von Meeresfrüchten aus dem Golf durch private und behördliche Laboratorien voraussichtlich auch in 2011 durchgehend weitergeführt werden.
Für die PAK-Untersuchung stufen amerikanische LebensmittelÜberwachungsstellen 16 PAK-Verbindungen als relevant ein. Darin enthalten sind auch alkylierte PAK z.B. von Phenanthren, Naphthalin und Fluoren. Es wird angenommen, dass dies die vorherrschenden PAKVerbindungen aus der Ölkatastrophe sind.
Die „Association of Analytical Communities“ (AOAC International) reagierte auf den Bedarf einer effizienteren Testmethode und sponsert eine gemeinschaftliche Studie zur Untersuchung einer tschechischen Methode, an der auch Eurofins beteiligt ist, zur Bestimmung von PAK mittels Ethylacetat Extraktion, Aufreinigung über Festphasenextraktion und einer GC-TOF-MS-Methode (Time-of-Flight- Massenspektrometrie) für eine noch schnellere Analyse von Fisch- und Meeresfrüchten.
Die Methode zeigt eine hervorragende Empfindlichkeit und benötigt weniger Vorbereitungsschritte als die derzeitige gesetzliche Referenzmethode.
Eurofins bietet eine schnelle und präzise Analytik von PAK und aliphatischen Kohlenwasserstoffen in Wasser und in verschiedenen Arten von Meeresfrüchten (z.B. Krabben, Fischen, Austern, Shrimps und Fischprodukten wie z.B. Fischölen) für Behörden und Händler von amerikanischen Meeresfrüchten an.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Analytical Service Manager oder schicken Sie eine E-Mail an service@eurofins.de.
