Neue GV-Soja Varietäten erfordern neue Analyseumfänge
Von Ulf Rathjens, Eurofins GeneScan GmbH, Deutschland
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 35 - März 2011
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Neue gentechnisch veränderte (GV-) Soja Varietäten werden vermehrt zugelassen und kommerzialisiert. Um diese neuen GVO zu erfassen, ist eine Anpassung des bisherigen Untersuchungsspektrums über die herkömmlichen Screeningelemente hinaus erforderlich.
Bei der kommerziellen Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen stehen vor allem Soja, Baumwolle, Mais und Raps im Vordergrund. Der Anteil von GV-Soja an den weltweiten Soja Anbauflächen lag 2009 bei 77%1. In den USA und Argentinien liegt der Anteil der GV-Soja Anbaufläche weit über 90% und in der jüngsten Vergangenheit verzeichnete auch Brasilien einen deutlichen Anstieg der GV-Soja-Anbaufläche auf derzeit über 70%.

Während bei Baumwolle, Mais und Raps bereits eine Vielzahl von gentechnisch veränderten Varietäten kommerziell genutzt wird, dominierte bei Soja lange Zeit vor allem Roundup Ready™ Soja. Die Vielfalt der kommerziell erhältlichen und sich in der Entwicklung befindenden GV-Soja Varietäten nimmt jetzt allerdings stark zu (siehe Tabelle). Diese neuen GV-Soja Varietäten enthalten zum Teil nicht die herkömmlichen Screening- Elemente (z.B. 35S-Promotor oder NOS-Terminator). Ein einfaches Screening oder der spezifische Nachweis von Roundup Ready™ Soja ist deshalb nicht mehr ausreichend und muss durch geeignete Nachweisverfahren ergänzt werden.
Die zuverlässigen GV-Soja Screeningpakete "SoyScreen" und "SoyScreenPlus" werden kontinuierlich der aktuellen Anbau- und Zulassungssituation angepasst. Damit wird der verlässliche Nachweis aller kommerziell angebauten GV-Soja, einschließlich der GVO, denen die herkömmlichen Screeningelemente fehlen, sichergestellt.
Eurofins bietet ein umfassendes analytisches Spektrum für den qualitativen und quantitativen Nachweis von GV-Soja Varietäten an. Bei komplexeren Probentypen (z.B. Mischfutter) können individuelle Analysestrategien zusammengestellt werden, die auch besondere Kunden- und Importanforderungen (z.B. EU oder Türkei) berücksichtigen.
1Bitte kontaktieren Sie zu aktuellen Anbauzahlen und weiteren Informationen: ulfrathjens@eurofins.de
