Untersuchung von Radioaktivität

Von Dr. Susanne Rathjen und Nadja Flüchter, Eurofins WEJ Contaminants GmbH, Deutschland
Eurofins Food Testing Newsletter Nr. 36 - Juli 2011

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Die globale Lebensmittelindustrie steht angesichts der andauernden Reaktorkatastrophe in Japan vor neuen Herausforderungen. Die lokal ausgetretene Radioaktivität gelangt über Wasser, Luft und Boden in die Lebensmittelkette. Über Meeresströmungen und atmosphärische Luftschichten findet eine Verteilung der freigesetzten Radionuklide in andere Regionen statt. Durch diese Verteilung kann die Belastung mit Radionukliden auf Konzentrationen reduziert werden, von denen ggf. keine Gesundheitsgefährdung mehr ausgeht. Lebensmittelhersteller, Importeure, Händler und andere Beteiligte sind verantwortlich, umfassende und sinnvolle Monitoringsysteme zur Untersuchung von Radioaktivität in der Lebensmittelkette zu etablieren.

Diverse internationale Regierungsbehörden haben Importmaßnahmen und Höchstmengen für bestimmte Radionuklide in Lebensmitteln und Futtermitteln erlassen. Die leichtflüchtigen Radionuklide Caesium-134, Caesium-137 und Iod-131 sind von besonderem Interesse in der Lebensmittelkette und können als Markernuklide mit Hilfe der γ-Spektrometrie bestimmt werden. Die Analyse weiterer Radionuklide wie Strontium-90 oder Plutonium-239 erfordern einen erheblichen Probenvorbereitungsaufwand. Ein Routine- Monitoring dieser Radionuklide in Lebensmitteln muss daher für unrealistisch gehalten werden.

Eurofins hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit der Untersuchung von Radioaktivität in Lebensmitteln. Das Kompetenz-Zentrum Eurofins WEJ Contaminants in Hamburg führt die Analyse von Iod-131, Caesium-134 und Caesium-137 mittels moderner γ-Spektrometrie mit hochauflösendem Halbleiter-Germanium- Detektor sowie Natriumiodid-Szintillations- Detektor durch. Weitere Radionuklide können auf Anfrage untersucht werden. Um den Anforderungen seiner global operierenden Kunden gerecht zu werden, bietet Eurofins Radioaktivitätsuntersuchungen auch in Japan, China, den USA, Dänemark und Schweden an.

Neben der Analyse von Lebensmitteln und Rohwaren umfasst das Angebot von Eurofins auch vor-Ort-Inspektionen wie die Untersuchung und Bewertung von Frachtcontainern, insbesondere im Hamburger Hafen.

Kontakt: nadjafluechter@eurofins.de

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