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Antibiotika-Rückstände in Dried Distillers Grains und anderen Nebenprodukten der Fermentation

Von John Reuther, Eurofins Central Analytical Laboratories, USA
Eurofins Food Testing Newsletter November

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Die weltweite Produktion von Ethanol als Benzinzusatzstoff wächst rapide. Kommerzielle Fermentationsprozesse, wie in der Ethanolproduktion eingesetzt, bieten häufig Nebenerzeugnisse, welche in Lebens- und Futtermitteln Verwendung finden. Ethanol produzierende Firmen verwenden nur die Stärke aus Mais und den Zucker aus Rohrzucker während des Prozesses. Die übrigen Nährstoffe – Proteine, Fette, Ballaststoffe und Resthefen – sind Nebenprodukte und dienen zur Herstellung von Viehfutter, wie z.B. DDGS (Dried Distillers Grains with Solubles) und Bierhefe. Konservative Schätzungen des FAPRI (Food and Agricultural Policy Research Institute) besagen, dass die Ethanolindustrie der USA im Geschäftsjahr 2013/2014 auf Basis einer Ethanolproduktion von 63,6 Mrd. Litern voraussichtlich 43 Mio. Tonnen DDGS für den lokalen und globalen Markt produzieren wird.

Die Verwendung von Antibiotika hilft, das schädliche Bakterienwachstum in den ersten Stufen des Fermentationsprozesses zu limitieren. In den USA verantwortet das CVM (Center for Veterinary Medicine der Food and Drug Administration) die Steuerung des Einsatzes von Antibiotika. Seit einigen Jahren stellen Produzenten von Ethanol aus Fermentationsprozessen und Antibiotikahersteller beim CVM Anträge auf die Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff und die Einstufung als GRAS (Generally Recognized as Safe), um die Verwendung spezieller Antibiotika, inkl. Virginiamycin, Erythromycin, Penicillin G und Ampicillin, im DDGS-Prozess genehmigen zu lassen. Bisher wurde keinem der Anträge zugestimmt, daher hat die CVM keine rechtlichen Vorgaben und Grenzwerte in Bezug auf Antibiotika-Rückstände in Fermentations-Nebenprodukten. Eine ähnliche Situation besteht in Europa.

Wissenschaftler des CVM haben Screening-Methoden für den Nachweis von Antibiotika-Rückständen auf Basis der mit Massenspektrometrie gekoppelten Flüssigkeitschromatographie entwickelt und die daraus resultierenden Werte mehrere Jahre überwacht. Besonders bemerkenswert ist die Methode LIC 4438, welche die sensitive Bestimmung von 13 Antibiotika ermöglicht.

Eurofins Central Analytical Laboratories in den USA und Eurofins WEJ Contaminants in Deutschland haben diese Methode angepasst und unterstützen Ethanol-Produzenten und Händler der Nebenprodukte bei der Überwachung der Einhaltung von Spezifikationen sowie bei rechtlichen Anträgen.

Kontakt: JohnReuther@eurofinsus.com