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Neue LC/MS-Methode für die direkte Bestimmung von Glycidylestern

Von Dr. Claudia Schulz, Dr. Susanne Rathjen und Sabrina Ment, Eurofins WEJ Contaminants GmbH, Deutschland
Eurofins Food Testing Newsletter November

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Um die Qualität, Stabilität und Sicherheit von Speisefetten und -ölen zu verbessern, werden diese üblicherweise aufbereitet. Durch die Verarbeitung werden eine Reihe von Verunreinigungen aus den Ölen und Fetten entfernt, es können aber auch Prozesskontaminanten entstehen, die ggf. ein Gesundheitsrisiko darstellen. Neben 3-Monochlorpropandiolestern (3-MCPDEstern) sind Glycidylfettsäureester relevant, die in raffinierten Speisefetten und -ölen sowie daraus hergestellten Lebensmitteln einschließlich Babynahrung auftreten können.

Die toxikologische Relevanz der Glycidylester ist genauso unklar wie ihr Verbleib im Rahmen des menschlichen Stoffwechsels. Glycidol selbst – das Epoxid des Glycerins – hat kanzerogene und mutagene Eigenschaften. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht derzeit von einer vollständigen Freisetzung des Glycidols aus seinen Estern im Verdauungstrakt aus. Daher ist es wichtig, Glycidylester in Lebensmitteln zu minimieren.

Die Analyse der verschiedenen 3-MCPD-Mono- und -Diester sowie der Glycidylester ist äußerst komplex. Es existieren verschiedene direkte und indirekte Methoden. Einige indirekte GC-MS-basierte Methoden ermöglichen die Bestimmung der Glycidylester nur mittels einer Differenzmethode, welche mit einer größeren Unsicherheit behaftet ist, da hierbei die Glycidylester in MCPD umgewandelt werden und als 3-MCPD angegeben werden. Die direkte Bestimmung einzelner 3-MCPD-Ester und Glycidylester erfordert eine Reihe von Standardsubstanzen, die derzeit – im Fall der 3-MCPD-Ester – nicht alle kommerziell erhältlich sind.

Eurofins ist aktives Mitglied verschiedener analytischer Arbeitsgruppen, zum Beispiel beim BfR, bei der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) und der American Oil Chemists’ Society (AOCS) und damit immer auf dem neuesten Stand analytischer Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Eurofins WEJ Contaminants bietet eine direkte Methode für die Quantifizierung von sieben relevanten, kommerziell erhältlichen Glycidylestern (C12 – C18) an, die auf einem Entwurf der AOCS basiert. Auf zwei nacheinander geschalteten Festphasenextraktionen erfolgt die Messung der Glycidylester mittels LC-MS.

Kontakt: SabrinaMent@eurofins.de

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