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Untersuchung auf Cumarin in Lebensmitteln

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Der natürliche Aromastoff Cumarin ist in der Pflanzenwelt weit verbreitet, man findet ihn z.B. in Tonka Bohnen, Lavendel, Waldmeister, zahlreichen Gräsern und in Cassia-Arten. Als natürlicher Inhaltsstoff kann er in Produkten wie Gewürzen, zimthaltigen Lebensmitteln oder Getränken (z.B. Liköre) enthalten sein. Aber auch in Kosmetika wird das angenehm süßlich würzige Aroma von Cumarin geschätzt.

Cumarin wird als leberschädigend und cancerogen eingestuft und wurde bereits 1954 in den USA in Lebensmitteln verboten. Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 darf Cumarin Lebensmitteln nicht zugesetzt werden. Der natürliche Gehalt darf folgende Höchstmengen nicht überschreiten:

  • "Traditionelle und/oder saisonale Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist" (z.B. Zimtsterne): 50 mg/kg
  • "Frühstücksgetreideerzeugnisse einschließlich Müsli": 20 mg/kg
  • "Feine Backwaren außer traditionelle und/oder saisonale Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist": 15 mg/kg
  • Dessertspeisen, die Zimt enthalten: 5 mg/kg

Aufgrund des stabileren Aromas wird in verarbeiteten Produkten hauptsächlich Cassia-Zimt eingesetzt, der im Gegensatz zu Ceylon-Zimt eine höhere Cumarin-Konzentration enthält. Aus diesem Grund rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR; Stellungnahme 036/2012) zu einem maßvollen Verzehr von Cassia-Zimt und zur Verwendung des cumarinarmen Ceylon-Zimt.

Eurofins bietet den Nachweis von Cumarin in Lebensmitteln nach der amtlichen Methode gemäß §64 LFGB mittels HPLC-MS/MS an. Diese Untersuchung erlaubt eine quantitative Bestimmung des Cumarin-Gehaltes in festen und flüssigen Probenmatrices.

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Foto: ©iStockphoto.com/PLAINVIEW