MoniQA

Harmonisierung analytischer Methoden zur Überwachung von Qualität und Sicherheit in der Lebensmittelkette 

Der globale Handel mit immer größer werdender Vielfalt von Lebensmitteln nimmt rapide zu. Um in diesem Umfeld der immer komplexer werdenden Versorgungskette qualitativ hochwertiger und sicherer Produkte für den Konsumenten garantieren zu können, müssen zuverlässige Methoden der Lebensmittelanalyse und -kontrolle gewährleistet sein.

Das von der Europäischen Union für einen Zeitraum von 5 Jahren finanzierte Projekt MoniQA ("Monitoring and Quality Assurance in the Food Supply Chain") bringt 33 Partnerorganisationen aus 20 Ländern aus aller Welt zusammen. Dieses 'Exzellenznetzwerk' aus mehr als 155 Forschern und Wissenschaftlern wird gemeinsam durch aufeinander abgestimmte analytische Strategien und Methoden die Lebensmittelhersteller- und händler aber auch die Behörden dabei unterstützen, sich den Herausforderungen einer globalen Lebensmittelwirtschaft zu stellen.

Innerhalb des Projektes wurden acht prioritäre Themenbereiche identifiziert, die in der Lebensmittelkette eine wichtige Rolle spielen: Mikrobiologische Kontaminationen, Biotoxine/Mycotoxine, Chemische Kontaminationen, Lebensmittelechtheit, Zusätze, Sozio-ökonomische Auswirkungen, Qualitative Methoden und Lebensmittelallergene.

Da die Verbreitung von Lebensmittelallergien ständig wächst, ist gerade dieses Thema von großem Interesse für die Lebensmittelindustrie. Die gleichnamige Arbeitsgruppe "Lebensmittelallergene" wird geleitet von Herrn Dr. Bert Pöpping und Frau Dr. Sandra Kerbach von der Eurofins Analytik GmbH. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe wird beabsichtigt, Strategien und Richtlinien zur Bewertung und Validierung von analytischen Methoden zu entwickeln:

  • Die Arbeitsgruppe trägt Informationen zum aktuellen Stand der bisherigen Methoden und Protokolle zusammen. 
  • Lücken und Bedürfnisse der betroffenen Interessensgruppen: (1) Labore und Kit-Hersteller, (2) Lebensmittelindustrie, (3) Behörden, (4) Verbraucher werden identifiziert. 
  • Aufbauend aus den Informationen über die nötigen Bedürfnisse werden Harmonisierungstrategien und Richtlinien entwickelt, um die erkannten Lücken zu schließen, so wird z.B. ein neues Validierungsprotokoll entwickelt und implementiert.

Auf lange Sicht wird das MoniQA Projekt ein globales Netzwerk aus Experten der Lebensmittelsicherheit und -qualität bilden, das über die Projektdauer währen wird.

Aktualisierung durch: GAKR
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 28. Mai 2014