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Emissionshandel

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Emissionsmessungen und Untersuchungen auf biogene
Kohlenstoffe aus einer Hand - wir stellen die Weichen
für Ihren Emissionshandel!

Seit der dritten Emissionshandelsperiode, die 2013 begann, gibt es Änderungen im Monitoring und Sachverständigenwesen. Die Monitoring-Konzepte der zum Handel verpflichteten Firmen mussten bis Ende Juli 2012 bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) eingereicht sein. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot für Ihre Emissionsmessung oder Untersuchung auf biogene Kohlenstoffe. 

Emissionsmessungen

Die Eurofins GfA GmbH erfüllt als Messstelle nach § 29b BImSchG die geforderten Voraussetzungen zur Emissionsüberprüfung.Sie verfügt über weitreichende Erfahrung bei der Kalibrierung und Funktionsprüfung von online-Messeinrichtungen für Kohlendioxid (CO2) und andere Abgasbestandteile. Als kompetenter Partner mit unseren über ganz Deutschland verteilten Niederlassungen unterstützen wir Sie dabei, die Anforderungen des Emissionshandels einzuhalten.

Biogene Kohlenstoffe
Eurofins Umwelt Ost verfügt im Fachlabor in Freiberg über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Brennstoffanalytik. Dazu gehört vor allem der Biogene Anteil zur Berechnung von Emissionsfaktoren.

  • Untersuchung von Brenn- und Einsatzstoffen für die Bilanzierung inkl. Probenahme
  • Analyse des biogenen Kohlenstoffes

Was ist neu - wer ist betroffen?
Mit der dritten Phase des Emissionshandels besteht neben der Bilanzierung des Stoffdurchsatzes seit 2013 die Möglichkeit, die für den Emissionshandel relevanten Emisionen durch online-registrierende Messeinrichtungen zu erfassen. Weiterhin werden mit der dritten Handelsperiode zusätzliche Anlagen in den Emissionshandel aufgenommen. Die Verpflichtung zum Emissionshandel besteht dann für

  1. Energie- und Wärmeerzeugungsanlagen mit hohem Emissionsausstoß
  2. Eisen- und Stahlwerke
  3. Ölraffinerien
  4. Verbrennungsanlagen
  5. Koksöfen
  6. Zement-, Ziegel-, Kalk-, Keramik-, Glas- sowie Papier- und Zellstofffabriken
  7. Salpetersäurehersteller mit Stickstoffoxidemissionen
  8. Anlagen zum Auffangen, zum Transport und zur unterirdischen Lagerung von Treibhausgasen
  9. Petrochemische Anlagen
  10. Anlagen zur Ammoniak- und Aluminiumanlagen
  11. Anlagen zur Aluminiumherstellung
  12. Betriebe der Salpeter-, Adipin- und Glyoxylsäureherstellung
  13. Anlagen mit Emissionen perfluorierter Kohlenwasserstoffe aus der Aluminiumproduktion

Die Anlagen 8-13 wurden mit der dritten Phase neu in den Emissionshandel aufgenommen.

Emissionshandel - Was ist das?
Der Emissionshandel setzt einen Preis für die ausgestoßenen Mengen an CO2 fest. Er dient damit als wirtschaftlicher Anreiz für Unternehmen, die Freisetzung von CO2 möglichst stark zu reduzieren bzw. in CO2-arme Technologien zu investieren.Der EU-Emissionshandel beruht auf den Beschlüssen der Kyoto-Konferenz aus dem Jahr 1997. Dort war man sich einig, dass eine wirksame Verbesserung des Klimaschutzes besonders durch die Einschränkung der Treibhausgase, allen voran des Kohlendioxid CO2-Ausstoßes, erreicht wird. Weitere erfasste Treibhausgase sind Methan, Lachgas, halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, Perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid.

Der EU-Emissionshandel ruht auf vier Eckpfeilern:

  • Nach dem Cap & Trade-Prinzip gibt es eine Obergrenze (Cap) für den Treibhausgasausstoß in einem festgelegten Zeitraum. Der Staat gibt danach Emissionsberechtigungen an Unternehmen aus. Diese können dann entweder eingelöst oder aber - wenn sie nicht benötigt werden - gehandelt (Trade) werden.
  • Die betroffenen Unternehmen sind verpflichtet, am Emissionshandel teilzunehmen.
  • Die Einhaltung der individuellen Vorgaben wird systematisch kontrolliert.
  • Der Emissionshandel ist nicht nur EU-weit, sondern auch grenzübergreifend mit Drittländern möglich.

Der EU-Emissionshandel ist seit Januar 2013 in die dritte Phase eingetreten. In dieser letzten Phase werden der Emissionshandel und damit die Wettbewerbsbedingungen stärker europäisch harmonisiert und um zusätzliche Branchen und Schadgase erweitert. Einheitliche EU-Grenzwerte für die Emissionszertifikate werden die nationalen Zuteilungspläne (NAP) ablösen und im weiteren Verlauf schrittweise gesenkt. Sie werden sich europaweit an modernen Technogien, die auf anspruchsvollen Grenzwerten basieren, orientieren. Bislang wurden die meisten Emissionszertifikate kostenlos zugeteilt. Auch das hat sich seit 2013 geändert. Eine kostenfreie Zuteilung der Zertifikate erfolgt nur noch in sehr geringem Maße. Stattdessen werden sie nun weitgehend nur noch versteigert. Die Preise der am Markt befindlichen überschüssigen Zertifikate ergeben sich dann aus Angebot und Nachfrage. Um die Emissionsgrenzen einzuhalten, können Unternehmer  entweder Zertifikate zukaufen oder aber in umweltfreundliche Technologien investieren. Die Überwachung und Berichterstattung der Anlagen wird zu guter Letzt EU-weit harmonisiert und besser aufeinander abgestimmt.

Überwachung
Seit der dritten Handelsperiode haben sich die Vorschriften zur Überwachung und Überprüfung der Anlagen, aber auch zur Berichterstattung geändert. Die Monitoring-Verordnung für die Ermittlung von Emissionsdaten gilt seit dem 1. Januar 2013. Die Monitoring-Leitlinien wurden damit aufgehoben. Laut DEHSt ergeben sich ab 2013 die folgenden Vorgaben:

Um eine Erlaubnis zum Ausstoß von Treibhausgasen zu erhalten, muss das Unternehmen seine Emissionen überwachen können und darüber Bericht erstatten. Die Berichte müssen dann von einem unabhängigen Prüfer überprüft werden. Um das Überwachungssystem EU-weit zu vereinheitlichen, gelten seit 2013 harmonisierte Bestimmungen, die die aktuellen Prüfungsleitlinien ersetzen. Neben der Bilanzierung auf Basis des Durchsatzes der Einsatzstoffe besteht ab der dritten Handelsperiode die Möglichkeit der online-Überwachung durch geeignete Messeinrichtungen.

Voraussetzungen für die Dokumentation sind laut dem Entwurf der EU-Monitoring-Verordnung:

  • Einsatz von eignungsgeprüften Messgeräten
  • regelmäßige Kalibrierung und Funktionsprüfung nach DIN EN 14181 durch ein akkreditiertes Messinstitut
  • Einhaltung DIN EN 15259
  • vollständige Messgerätedokumentation des Betreibers (Lebenslauf des Gerätes)

Eurofins unterstützt Sie
Nach der EU-Monitoring-Verordnung müssen Monitoring-Konzepte eingereicht werden, die Emissionsmessungen und Brennstoffuntersuchungen beinhalten. Dafür stehen Ihnen die Experten der Eurofins GfA GmbH und der Eurofins Umwelt Ost GmbH zur Seite. Mit unseren zahlreichen Standorten in allen Teilen Deutschlands sind wir auch in Ihrer Nähe. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Deutsche Emissionshandelsstelle

Foto:©istockphoto.com:donm60