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Spurenstoffe / Mikroschadstoffe

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Unter „Spurenstoffen“ (oder auch "Mikroschadstoffen" und „Mikroverunreinigungen“) versteht man „synthetische organische Substanzen, die im Gewässer [...] vorkommen [und die] bereits [im Konzentrationsbereich von Nanogramm pro Liter] nachteilige Wirkungen auf aquatische Organismen haben. (Internationale Kommission zum Schutz des Rheins-IKSR 2013). Zu diesen Substanzen gehören beispielsweise. Human- und Tierarzneimittel, Röntgenkontrastmittel, Hormone und hormonell wirksame Substanzen, Kosmetikprodukte sowie Pflanzenschutzmittel.

Wie gelangen Spurenstoffe in unsere Gewässer?
Spurenstoffe gelangen über eine Vielzahl von Eintragswegen in unsere Oberflächengewässer. In erster Linie werden Spurenstoffe in Form von Arzneimittelrückständen, Kosmetikprodukten und Industriechemikalien über das Abwasser der kommunalen Kläranlagen in Oberflächengewässer eingetragen. Auch durch diffuse Einträge, wie aus der Landwirtschaft, gelangen Spurenstoffe (insbesondere Pflanzenschutzmittel) in Oberflächen- und Grundwasser. Da Trinkwasser sowohl aus Oberflächen- als auch aus Grundwasser gewonnen wird, kann auch dieses mit solchen Spurenstoffen belastet sein. 

Warum sind Spurenstoffe so gefährlich?
Bereits 2000/2001 wurde in umfangreichen Studien eine nahezu ubiquitäre Belastung unserer Gewässer durch Spurenstoffe nachgewiesen – die Problematik ist also kein Novum. Dennoch werden wir uns über Ausmaß der Belastung, die daraus resultierenden Folgen für aquatische Organismen sowie den Umgang mit den Verunreinigungen erst durch aktuelle Untersuchungen bewusst. Zusammengefasst lässt sich die Problematik in drei Bereiche einteilen:
1. Der Einsatz von Spurenstoffen in unserem alltäglichen Leben steigt stetig an – so werden beispielsweise jährlich über 8.000 Tonnen Humanarzneimittel, die als potenziell toxisch und schwer abbaubar eingestuft sind, allein in Deutschland konsumiert.
2. Insbesondere bei den Arzneimitteln sind nicht nur die Wirkstoffe an sich, sondern auch ihre zahlreichen Metabolite und ihre oftmals noch unbekannten Transformationsprodukte als umweltrelevant einzustufen. Das Spektrum der möglicherweise „gefährlichen“ Substanzen ist daher kaum zu überblicken.
3. Viele Spurenstoffe sind polar oder biologisch schwer abbaubar und können daher oft nur unter sehr hohem Aufwand in der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung entfernt werden. Auch die Etablierung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen gewährleistet in einigen Fällen keine sichere Entfernung der Spurenstoffe.

Eurofins als Ihr zuverlässiger Analytikpartner
Eurofins Umwelt bietet Ihnen ein umfassendes Portfolio zur Untersuchung von Spurenstoffen in verschiedenen Matrices an. Wir untersuchen Ihre Trinkwasser-, Grundwasser- und Oberflächenwasserproben auf ein breites Spektrum an Pflanzenschutzmitteln sowie einer Vielzahl von Haushalts- und Industriechemikalien. Im Hinblick auf die Etablierung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlage erweitern wir unser Analytikangebot stetig und freuen uns, auch die Untersuchung verschiedener Arzneimittel, Röntgenkontrastmitteln, typischen Verbindungen aus Kosmetikprodukten sowie die Untersuchung von Hormonen in Abwasser anbieten zu können.

Gerne informieren wir Sie über unser Portfolio und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein auf Ihre Fragestellung passendes Untersuchungspaket.