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Legionellenprüfung

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TrinkwasseranalytikGesetzlich verantwortlich und somit auch haftbar für die Instandhaltung einer Trinkwasserinstallation ist der Hauseigentümer oder Betreiber. Er ist verpflichtet, seine Bewohner vor wasserbedingten Erkrankungen und  Gesundheitsstörungen zu schützen. Ihre Liegenschaft fällt unter die Untersuchungspflicht der Trinkwasserverordnung, wenn

  • Sie über mindestens drei Wohneinheiten verfügen und mindestens eine Einheit vermietet wird
  • Duschmöglichkeiten vorhanden sind
  • eine zentrale Anlage zur Trinkwassererwärmung existiert
  • das Speichervolumen der Trinkwasseranlage mehr als 400 Liter beträgt und/oder der Wasserinhalt in den Leitungen vom Austritt des Trinkwassererwärmers bis zur letzten Entnahmestelle mehr als 3 Liter beträgt.

Ein Verstoß gegen die Pflichten der Trinkwasserverordnung kann eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat darstellen, die mit schwerwiegenden Konsequenzen verbunden ist:

  • Bußgelder bis zu 25.000 € oder Freiheitsentzug bis zu zwei Jahren
  • Schadensersatz- oder Schmerzensgeldklagen von erkrankten Personen
  • Stilllegung der Trinkwasseranlage in Verbindung mit potenziellen Mietminderungen

Die Hausinstallationsanlage beeinflusst maßgeblich die Trinkwasserqualität und ist häufig ursächlich für Trinkwasserkontaminationen aufgrund von

  • den Rohrmaterialien
  • dem Leitungsverlauf
  • Todleitungen
  • Leerstand
  • nicht genutzten Wohnungen oder Leitungen
  • der Wassertemperatur

Das bedeutet, dass sich Trinkwasser, das vom Wasserversorger in einwandfreier Qualität geliefert wird, in der Hausinstallationsanlage nachteilig und gesundheitsschädlich verändern kann.

Hintergrund Legionellenprüfung

Zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität und Minderung des Gesundheitsrisikos müssen seit der Novellierung der Trinkwasserverordnung in 2011 und 2012 Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, aus denen Wasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird, in einem Intervall von drei Jahren auf Legionellen untersucht werden. Legionellen sind Stäbchenbakterien, die weltweit in Süßgewässern vorkommen, somit auch in Trinkwasserleitungen. Optimale Lebensbedingungen finden die Bakterien bei Wassertemperaturen zwischen 25 °C und 50 °C und bei niedrigen Austauschraten des Leitungswassers, z. B. in Totleitungen. Grundsätzlich besteht bei mit Legionellen belastetem Trinkwasser kein direktes Risiko durch das Trinken. Eine Gefährdung entsteht erst durch Inhalation von Wassertröpfchen zum Beispiel beim Duschen. Erkrankungen wie das Pontiac-Fieber oder schwer bis tödlich verlaufende Lungenentzündungen können die Folge sein.