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EFSA senkt tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) für 3-MCPD

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Neue Risikobewertung von Prozesskontaminanten aus Pflanzenölen sowie fett- und salzhaltigen Lebensmitteln, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind

In ihrer aktuellen Risikobewertung von 2- und 3-Monochlorpropandiol (2- und 3-MCPD), deren Ester und Glycidyl-Fettsäureester (G-FE) äußert die EFSA mögliche Gesundheitsbedenken für Verbraucher (EFSA Journal 2016: 24(5): 4426).

Die höchsten Gehalte an 2-MCPD-, 3-MCPD- und G-FE wurden in Palmölen und -fetten nachgewiesen. Säuglinge und (Klein-) Kinder sind diesen Stoffen besonders durch den Verzehr von Anfangs- und Folgemilchnahrung, pflanzlichen Fetten und Ölen sowie Backwaren und Kuchen ausgesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass die Ester (2-MCPD-, 3-MCPD- und GE-FE) im menschlichen Organismus vollständig in ihre freien Verbindungen gespalten werden und somit auch ähnlich toxikologisch wirksam sind.

Für 3-MCPD (inkl. Ester) wurde, aufgrund der in Tierstudien nachgewiesenen organschädigenden Wirkung, die tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) auf 0,8 µg/kg Körpergewicht abgesenkt. Für 2-MCPD und seine Ester konnte aufgrund der unzureichenden toxikologischen Daten bisher keine Risikobewertung durchgeführt werden. Die EFSA empfiehlt weitere Studien.

Die Analyse der verschiedenen 2- und 3-MCPD-Ester und Glycidylester in Lebensmitteln ist äußerst komplex. Eurofins‘ umfangreiches Analysenportfolio zu Prozesskontaminanten umfasst daher verschiedene Methoden für die direkte und indirekte Analyse von MCPD, MCPD-Estern und Glycidylestern mittels gaschromatographischer Techniken.