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Migration aus Epoxidharzen in Lebensmittel

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Konservendosen, Schraubverschlüsse und Nahrungsmittelcontainer werden innen häufig mit Epoxidharzen beschichtet, um unerwünschte Wechselwirkungen und damit den Verderb von Lebensmitteln, wie z.B. Fisch, Obst und Gemüse, zu reduzieren.

Bei der Herstellung von Epoxidharzen aus Bisphenol A (BPA), Bisphenol F (BPF) oder Novolak entstehen Bisphenol-A-Diglycidyl-Ether (BADGE), Bisphenol-F-Diglycidyl-Ether (BFDGE) bzw. Novolak-Glycidylether (NOGE), von denen ungebundene Reste in Lebensmittel migrieren können.

Nachdem bei Untersuchungen in der Schweiz und in Deutschland unerwartet hohe Gehalte von BADGE im Ölaufguss von Fischkonserven gefunden wurden, hat das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) die Hersteller aufgefordert, technologische Maßnahmen zur Minimierung der Kontamination von Lebensmitteln zu ergreifen. Die nachweisliche Migration von BADGE, BFDGE, NOGE und deren Derivaten in Lebensmittel macht eine toxikologische Bewertung zur Abschätzung der Folgen für die menschliche Gesundheit erforderlich.

Im November 2005 legte die EU Kommission (Verordnung (EG) Nr. 1895/2005) spezifische Migrationsgrenzwerte für Epoxidderivate fest. Für die Summe von BADGE und seinen hydratisierten Derivaten gilt ein Grenzwert von 9 mg/kg Lebensmittel. Für die chlorierten Derivate (BADGE HCl, BADGE 2 HCl und BADGE H2O HCl) liegt er bei 1 mg/kg. Die Verwendung von BFDGE und NOGE bei der Herstellung von Materialien und Artikeln, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen können, ist aufgrund fehlender toxikologischer Daten verboten.

Die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 regelt die Menge an Bisphenol A (BPA), die aus Lebensmittelbedarfsgegenständen in Lebensmittel übergehen darf. Der spezifische Migrationswert (SML) beträgt 600 μg Bisphenol A pro kg Lebensmittel. Die Richtlinie 2011/8/EU untersagt die Verwendung von BPA zur Herstellung von Säuglingsflaschen aus Polycarbonat in der EU.

Eurofins bietet sowohl die Analyse von Bisphenol A und F als auch von BADGE, BFDGE und NOGE in Lebensmitteln und Lebensmittelbedarfsgegenständen an. In Lebensmitteln können zudem besonders niedrige Bestimmungsgrenzen von 1 µg/kg für BPA bzw. 2 µg/kg für BADGE erreicht werden.

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