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EU veröffentlicht Höchstgehalte für Glycidylester

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Am 26. Februar 2018 hat die Europäische Kommission die Verordnung (EU) 2018/290 zur Änderung der Verordnung (EG) 1881/2006 veröffentlicht, die Höchstgehalte für Glycidyl-Fettsäureester (Glycidylester) festlegt.

Regelungen werden für folgende Lebensmittelgruppen getroffen:

  • Pflanzliche Öle und Fette
  • Pflanzliche Öle und Fette, die für die Herstellung von (Getreide-)Beikost für Säuglinge und Kleinkinder bestimmt sind
  • Säuglingsanfangs- und Folgenahrung (in Pulverform und flüssig)
  • Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke für Säuglinge und Kleinkinder (in Pulverform und flüssig)

Die Verordnung (EU) 2018/290 tritt am 19. März 2018 in Kraft und gilt dann unmittelbar. Sie enthält Übergangsregelungen für Produkte, die vor dem 19. März 2018 rechtmäßig in den Verkehr gebracht wurden.

Was sind Glycidylester und MCPD-Ester?

2-Monochlorpropandiol-, 3-Monochlorpropandiol- und Glycidyl-Fettsäureester können als Prozesskontaminanten bei der Raffination von Fetten und Ölen entstehen. Dabei hängt der Gehalt von MCPD-Estern und Glycidylestern sowohl von der Intensität der industriellen Verarbeitung als auch von der Rohware ab. Palmöle enthalten oft hohe Gehalte an Diglyceriden und sind daher für die Bildung von MCPD-Estern prädestiniert.

Aus Glycidylestern wird im Magen-Darm-Trakt Glycidol freigesetzt, das als genotoxisch und karzinogen gilt. Auch die MCPD-Ester werden im menschlichen Körper hydrolisiert. Freies 3-MCPD gilt als toxisch für Hoden und Nieren. Erst im Januar 2018 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine erneute Risikobewertung von 3-MCPD veröffentlicht (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5083), in der sie eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (tolerable daily intake: TDI) von 2 µg/kg Körpergewicht und Tag festgelegt hat.

Welche rechtlichen Regelungen gab es bisher?

Neben den jetzt veröffentlichten Höchstmengen für Glycidylester legt die Verordnung (EG) 1881/2006 schon seit einigen Jahren Höchstmengen für freies 3-MCPD in hydrolysiertem Pflanzenprotein und Sojasoße sowie in Glycerin fest. Es wird damit gerechnet, dass die EU auf Basis der gerade veröffentlichten neuen Risikobewertung des freien 3-MCPDs die Beratungen zu Höchstgehalten von MCPD-Estern wieder aufnimmt.

Analyse von MCPD-Estern und Glycidylestern bei Eurofins

Die Eurofins Experten aus dem Kompetenzzentrum für organische Kontaminanten haben langjährige Erfahrung in der Analyse von MCPD, MCPD-Estern und Glycidylestern mittels GC-MS/MS. Das Eurofins-Portfolio umfasst die direkte Analyse von freiem 3-MCPD genauso wie die indirekte Analyse der 3-MCPD-Ester bzw. der 3-MCPD-Ester und Glycidylester nach Spaltung der Ester (DGF C-VI 18 (10) A und B). Auch die 2-MCPD-Ester können bestimmt werden.

Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Wenden Sie sich gerne an Ihren Kundenbetreuer oder gleich an unsere Expertin für die Analyse von MCPD- Estern und Glycidylestern.