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Nickel-Monitoring in Lebensmitteln und Futtermitteln

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Kommissionsempfehlung zur Verbesserung der Datenlage 

Juli 2016. Mit den zeitgleich veröffentlichten Kommissionsempfehlungen (EU) 2016/1110 für Futtermittel und (EU) 2016/1111 für Lebensmittel werden die Mitgliedstaaten der EU unter aktiver Beteiligung von Unternehmern und anderen Interessenträgern aufgefordert, in den Jahren 2016-2018 ein Monitoring auf das Vorkommen von Nickel durchzuführen.

Nickel ist ein in der Umwelt verbreitetes Schwermetall, das über Lebensmittel, Trinkwasser und Luft vom Menschen aufgenommen werden kann. Es findet u.a. Verwendung in Schmuck, Bestandteilen von Kleidung, Hausinstallationen und medizinischen Werkstoffen und ist der häufigste Auslöser von Kontaktallergien. Besonders für nickelsensitive Personen besteht das Risiko des Aufflammens von Hautekzemen (Flare-up-Phänomen) durch den Verzehr von nickelhaltigen Lebensmitteln. Mit der Luft aufgenommenes Nickel wird als krebserregend eingestuft.

Während die Trinkwasserverordnung einen Grenzwert von 20 µg/l für Nickel in Trinkwasser und natürlichem Mineralwasser vorgibt, wurden für Lebensmittel bislang keine Höchstgehalte in der Europäischen Union festgelegt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) äußerte in einer wissenschaftlichen Stellungnahme 2015 bereits Bedenken gegenüber der Höhe der nahrungsbedingten Nickelaufnahme (EFSA Journal 2015; 13(2):4002). Es standen jedoch nur unzureichende und unvollständige Daten zur Verfügung.

Ziel des Monitorings ist die Verbesserung der Datenlage im Hinblick auf die Nickelgehalte in Lebensmitteln und Futtermitteln und zur Bestimmung des Übergangs („Carry-over“) von Nickel aus Futtermitteln in tierische Lebensmittel.

  • Getreide und Getreideerzeugnisse
  • Säuglingsanfangs- und Folgenahrung
  • Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder
  • Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die speziell für Säuglinge und Kleinkinder bestimmt sind
  • Gemüse und Gemüseerzeugnisse (einschließlich Hülsengemüse und Pilze)
  • Obst
  • Nüsse und Ölsaaten
  • Zucker und Süßwaren (einschließlich Kakao und Schokolade),
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • alkoholischeund alkoholfreie Getränke
  • getrocknete Teeblätter, getrocknete Teile anderer Pflanzen für die Zubereitung von Kräutertees
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Muscheln

Die Analyse des Gesamtnickelgehaltes soll gemäß EN 13804:2013 erfolgen.

Eurofins bietet alle der bevorzugten Analyseverfahren an: Sowohl die klassische Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) mit Graphitrohrtechnik bzw. Kaltdampftechnik als auch ICP-OES (optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) und ICP-MS-Verfahren (Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma). Dadurch werden niedrigere Nachweis- und Bestimmungsgrenzen gewährleistet und eine simultane Bestimmung mehrerer Elemente ermöglicht.

 

Rechtsgrundlagen