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Asbest sicher und schnell erkennen

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Wenn Gebäude renoviert oder instandgesetzt werden, gehört die schnelle Erkennung von möglichen Asbestbelastungen zu den ersten Schritten im Projektplan.

Verlässliche, kurze Bearbeitungszeiten und moderne analytische Methoden unterstützen Sie dabei, die richtigen Maßnahmen beim Umgang mit asbestbesthaltigen Materialien zu treffen

Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender, feinfaseriger Minerale. Aufgrund der hervorragenden thermischen und chemischen Beständigkeit der Asbestfasern sowie kostengünstiger Verfügbarkeit wurde Asbest in den letzten Jahrzehnten vielfältig als Baumaterial eingesetzt. Dabei wird zwischen fest und schwach gebundenem Asbest unterschieden.

Asbest

Asbestgehalt

Rohdichte g/ dm3

Bindemittelgehalt

Fest gebunden

10 – 15 %

Größer 1.400

Zement 85 bis 90 %

Mäßig bis fest gebunden

Bis 60 %

Von 1.000 bis 1.400

Organische Polymere 40 – 90 %

Schwach gebunden

Größer 60 %

Kleiner 1.000

Kleiner 40 %


Verwendung von fest bzw. mäßig gebundenem Asbest

in Dacheindeckungen (z.B. Eternit) und Fassadenverkleidungen

  • als Asbestzement
  • in Dachpappe
  • als Grundierung, Versiegelung, Brandschutzfarbe, Tee- und Bitumenanstrich in Farben und Lacken
  • in Fensterkitten und Fensterbänken
  • in Rohren im Tief- und Hochbau
  • Lüftungsrohre und Abgaskamine
  • in Gartenartikeln zum Beispiel Blumenkästen
  • Fliesenkleber
  • Spachtelmassen

Bei Renovierung, Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten sowie bei der Entsorgung ist der Kontakt mit fest gebundenem Asbest möglich.

Verwendung von schwach gebundenem  Asbest in

  • Putzen
  • Spritzasbest
  • Leichtbauplatten
  • Dichtungsmaterial
  • Bodenbelägen
  • Nachtstromspeicherheizungen

Von schwach gebundenen Asbestprodukten in Gebäuden können aufgrund von Alterung und äußeren Einwirkungen – wie Erschütterungen, Temperaturveränderungen, mechanische Beschädigungen oder auch alleine durch Luftbewegungen – Asbestfasern in die Raumluft freigesetzt werden.

Kettenreaktion mit langfristigen Folgen

Bei der Bearbeitung spalten sich Asbestfasern der Länge nach in immer feinere Einheiten auf. In der Lunge können die spitzen Asbestfasern nicht mehr abgebaut werden und bleiben im Lungengewebe hängen. Es können Lungenerkrankungen wie Asbestose (Asbeststaublunge) und mit einer Latenz von 10 bis 60 Jahren Lungen-, Kehlkopf- oder Brustfellkrebs entstehen. Deshalb wurde die Herstellung und Verarbeitung 1993 in Deutschland und 2005 in der EU verboten.

Analytik

Mit Veröffentlichung der neuen Norm VDI 3866-5 (2017-06) ist es möglich, deutlich geringere Asbestgehalte nachzuweisen (kleiner 0,001 M-%).

In Deutschland findet die Asbestanalyse hauptsächlich mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie REM in Kombination mit der energiedispersen Röntgenspektroskopie EDXA statt. Dabei werden die Fasern mit REM identifiziert und die Asbestart wird mit Hilfe von EDXA bestimmt.

Mit den modernen Untersuchungsmethoden bieten wir Asbestanalytik nach den gängigen Normen in Baumaterialien an (Akkreditierung nach EN ISO/ IEC 17025).

  • Filterauswertung nach VDI 3492
  • Materialproben nach VDI 3866-5 (2017-06)
  • Analyse von Putzen, Fliesenklebern und Spachtelmassen nach SBH Methode
  • KMF-Untersuchungen mittels REM / EDXA sowie KI-Index Bestimmung
  • Kontaktproben nach VDI 3877-1
  • Asbest in Asphalt und Straßenbelägen nach IFA-Verfahren 7487

Akkreditierte und notifizierte Messstellen für Gefahrstoffe nach Anforderungen

  • TRGS 402 und TRGS 519
  • DIN EN ISO/IEC 17025

Eurofins führt akkreditierte Asbestanalysen in zahlreichen Matrices durch, z.B. Baustoffen,  Asphalt, Straßenbelägen, Luft, Wasser, Staub

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu Ihren Projekten.