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Polyfluorierte Tenside PFAS: PFOA, PFOS, AOF, TOP

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PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von Chemikalien, die etwa 4700 Substanzen beinhaltet. Eurofins Umwelt führt seit langem routinemäßig Analysen auf 27 verschiedene PFAS-Verbindungen in verschiedenen Matrizes zuverlässig und schnell durch.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften werden PFAS  in einer Vielzahl von Produkten verwendet, wie z. B. in Textilien, Teppichen, Kosmetika, Papier, Verpackungen sowie allgemein in der chemischen Synthese, der Metallierung und der Foto- und Halbleiterindustrie.

Die Europäische Kommission verbietet das Inverkehrbringen und die Verwendung von PFOS (Perfluoroktansulfonsäure) mit Stichtag 27. Juni 2008 in der Richtlinie 2006/122/EG. Darüber hinaus wird erwogen, PFOS aufgrund ihrer weiträumigen Verbreitung in die Stockholmer-POP-Konvention (Persistent Organic Pollutants) aufzunehmen.

Parameter

Die bekanntesten Stoffgruppen der PFAS sind:

  • perfluorierte Alkylsulfonate (z. B.: Perfluoroktansulfonsäure (PFOS)
  • perfluorierte Karbonsäuren (z. B.: Perfluoroktansäure (PFOA)
  • PFAS-Vorläufersubstanzen

Adsorbierbares organisch gebundenes Fluor (AOF)

Als wichtige Ergänzung zur etablierten PFAS-Analytik ermitteln wir den Summenparameter AOF. Viele organische Fluorverbindungen können als Einzelstoff nicht mit den Standardmethoden nachgewiesen werden. In diesem Fall ist ein Summenparameter wie der AOF, mit dem organische Fluorverbindungen nahezu vollständig analytisch erfasst werden können, hilfreich. Mit ihm  lassen sich in Wasserproben auch Kontaminationen durch bisher nicht identifizierbare organische Fluorverbindungen oder auch Abbauprodukte (Metaboliten) wie kurzkettige PFAS (kk-PFAS) und Polyfluoralkyl Phosphates (PAP) nachweisen. Um das ganze Ausmaß einer PFAS-Kontamination – vor allem an Belastungsschwerpunkten – festzustellen, ist es wichtig, auch diese Verbindungen aufzudecken.

Total Oxidizable Precursor (TOP)

Mit der TOP-Analytik (Total Oxidizable Precursor) können PFAS-Vorläufersubstanzen in Eluaten und Wässern quantifiziert werden. Das Verfahren basiert auf der Einzelstoffanalytik. Ausgewählte Einzelstoffe werden vor und nach einem oxidativen Aufschluss gemessen. Der Aufschluss überführt einen Teil der nicht direkt messbaren PFAS in messbare PFAS. Das Verhältnis der messbaren Einzelsubstanzen vor und nach dem Aufschluss lässt Rückschlüsse auf die PFAS-Belastung zu.

Um das ganze Ausmaß einer PFAS-Kontamination, vor allem an Belastungsschwerpunkten, festzustellen, bilden AOF-Bestimmung und TOP-Analytik eine
sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden PFAS-Analytik mit der Möglichkeit einer
weitergehenden Erfassung.

Die Labore der Eurofins Umwelt routinemäßig 27 PFAS-Verbindungen, inklusive Capstone. Ergänzend bietet Eurofins Umwelt AOF- und TOP-Analytik an. Die erweiterte Analytik liefert zusätzliche Erkenntnisse über die Gesamtbelastung.

Foto:©istockphoto.com:skodonnell;zolran