Umwelt >> News >> Bromierte Flammschutzmittel in der Umwelt

Bromierte Flammschutzmittel in der Umwelt

Sidebar Image

Bei einer Untersuchung des Österreichischen Umweltbundesamts wurden in sieben Fisch-, zehn Boden- und drei Klärschlammproben aus Österreich die bromierten Flammschutzmittel Tetrabrombisphenol A (TBBPA), Hexabromcyclododecan (HBCDD), Decabromdiphenylethan (DBDPE), 1,2 Bis(2,4,6-tribromphenoxyl)ethan (BTBPE) und Hexabrombenzol (HBB) analysiert.

Diese Stoffe werden Kunststoffen, Textilien oder Elektrogeräten zugesetzt, um deren Entflammbarkeit zu reduzieren. Das Element Brom kann die bei Brandereignissen entstehenden freien Radikale einfangen und so eine Ausbreitung der Flammen verringern. Mögliche Eintragspfade in die Umwelt sind Emissionen während der Herstellung und Auswaschungen bei der Verwendung oder Entsorgung. Manche bromierte Flammschutzmittel sind in der Umwelt persistent, bioakkumulativ und toxisch (PBT-Eigenschaften).

In den untersuchten Fisch- und Bodenproben waren die Konzentrationen der bromierten Flammschutzmittel gering. Die Komponente TBBPA konnte in keiner der Fisch- und Bodenproben nachgewiesen werden. Die anderen Komponenten lagen im unteren bzw. für HBCDD im mittleren Konzentrationsbereich. Die Klärschlammproben waren dagegen mit allen fünf Wirkstoffen belastet. Die gefundenen Konzentrationen sind vergleichbar mit denen aus anderen Klärschlammuntersuchungen. Die höchsten Konzentrationen gab es für die Komponente DBDPE, die im europäischen Vergleich eher im oberen Bereich liegen.

Eurofins Umwelt bietet ebenfalls die Untersuchung der Matrizes Klärschlamm, Boden, Fisch und viele weitere auf bromierte Flammschutzmittel an.

Umweltbundesamt Östereich: Bromierte Flammschutzmittel in der Umwelt

Mehr Infos zu Flammschutzmitteln