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Legionellenepidemie in Warstein: Abschlussbericht vorgelegt

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Im Jahr 2013 starben in Warstein zwei Menschen und 159 erkrankten durch eine Legionellenepidemie. Ende August wurde nun der Abschlussbericht der nordrhein-westfälischen Legionellen-Expertenkommission vorgestellt. Laut NRW-Umweltminister Johannes Remmel konnte keine eindeutige Ursache - also die Ausgangsquelle - für die Erkrankungen identifiziert werden. Festgestellt wurde aber, dass der Ursprung in einer oder mehreren Verdunstungskühlanlagen lag.

Man vermutet folgendes Geschehen:

  • In den Fluss Wäster (im Unterlauf Wester genannt) sind über die kommunale Kläranlage mit Legionellen hochbelastete Abwässer, einschließlich des Epidemiestammes, eingeleitet worden.
  • Das Rohwasser des Flusses gelangt in die Vorreinigungsbecken einer Brauerei.
  • Diese befinden sich in einer Entfernung von 250-300 m zu einer Verdunstungskühlanlage der Brauerei, in welcher der Epidemiestamm ebenfalls nachgewiesen wurde.
  • Die Legionellen aus dem Vorreinigungsbecken gelangen durch Verdriftung und Ansaugen in die Verdunstungskühlanlage.
  • Weiterhin wurde das belastete Flusswasser der Wäster ohne Aufbereitung für den Betrieb des Rückkühlwerkes (Verdunstungskühlanlage) verwendet.

Als Konsequenz aus der Legionellenepidemie in Warstein erarbeitet die Bundesregierung zurzeit eine Verordnung, die konkrete Wartungs-und Messverpflichtungen für die Betreiber von Verdunstungskühlanlagen und Naturzugkühltürmen enthält. Weiterhin soll ein bundesweites Kataster aller Kühlanlagen, das eine erforderliche Quellensuche vereinfachen und beschleunigen soll, eingerichtet werden.

Unsere erfahrenen Experten stehen Ihnen zu dieser Thematik und bei Fragen und Angebotswünschen bundesweit zur Verfügung:

Osnabrück: info.osnabrueck@eurofins-umwelt.de
Tübingen: info.tuebingen@eurofins-umwelt.de
Jena: info_jena@eurofins.de
Eschweiler: info.hygiene@eurofins.de

Bericht der Expertenkommission Legionellen

Pressemitteilung des NRW-Umweltministeriums