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Neue Oberflächengewässerverordnung – Arzneimittel nicht berücksichtigt

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Die neue Oberflächengewässerverordnung ist seit dem 23. Juni im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie setzt die EG-Wasserrahmenrichtlinie in deutsches Recht um. Die Kernstücke der neuen Verordnung:

Anforderungen an den guten Gewässerzustand:

  • Die Überwachung von neu in die Oberflächengewässerverordnung aufgenommenen Stoffen wird standardisiert.
  • Die Liste der zu messenden Stoffe wurde überarbeitet. Dabei wurden neue Stoffe hinzugefügt, aber auch eine große Anzahl von Stoffen gestrichen.
  • Bestimmte Pflanzenschutzmittel, Biozide und Industriechemikalien sind mit neuen Umweltqualitätsnormen versehen.
  • Es gibt bundeseinheitliche Orientierungswerte für Chlorid und neue Vorgaben für Stickstoffverbindungen in Gewässern. Für Gesamtstickstoff in Oberflächengewässern ist ein Grenzwert formuliert.

Für Arzneimittel gibt es weiterhin keine verbindliche Umweltqualitätsnorm. Bundesweit werden Strategien entwickelt, Oberflächengewässer vor Belastungen mit Arzneimitteln und Mikroschadstoffen zu schützen (4. Reinigungsstufe in Kläranlagen). In NRW findet die D4-Liste (Anlage zum Monitoringleitfaden) Anwendung. Hier sind Orientierungswerte für Arzneimittel und Mikroschadstoffe benannt.

Neue Oberflächengewässerverordnung

Pressemitteilung des BMUB: Vorgaben für guten Gewässerschutz werden EU-weit angeglichen

Eurofins-Infos zu Untersuchungen von Oberflächengewässern