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RCL-Material – Anforderungen an Qualität und Analytik in NRW

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Um negative Einflüsse von RCL-Material (Recyclingmaterial) auf die Qualität des Grundwassers zu vermeiden, muss der Einbau so erfolgen, dass kein Regenwasser durch das Material hindurchsickert. Dabei wird in Nordrhein-Westfalen nach wasserwirtschaftlichen Merkmalen zwischen Material höherer Qualität (RCL I) und Material niedrigerer Qualität (RCL II) unterschieden. So kann ein sachgerechtes Einbaukonzept abgeleitet werden. Bei Material der Qualität RCL II wird eine wasserundurchlässige Deckschicht gefordert, wohingegen Material der Qualität RCL I auch mit leicht wasserdurchlässigen Schichten wie beispielsweise Pflastersteinen mit geringer Fugenbreite abgedeckt werden kann.

Wichtig ist, dass erst dann ein Recycling-Baustoff vorliegt, wenn dieser in einer zugelassenen mobilen oder stationären Anlage aufbereitet wurde. Zur Untersuchung des RCL-Materials werden je nach Korngröße unterschiedliche und zum Teil relativ große Probenmengen benötigt. Für Nordrhein-Westfalen gilt zum Beispiel folgende Tabelle:

Größtkorn, mm Probenmenge, g*  Eluatmenge, l 
 ≤ 11,2  ca. 100  1
 11,2 - ≤ 22,4  ca. 1000  10
 > 22,4  ca. 3000  30

* zzgl. 1,5-2 kg für Feststoffanalytik bzw. Rückstellproben

Zur Feststellung der Materialqualität (RCL I/RCLII) bietet die Eurofins Umweltgruppe eine umfassende Analytik, in NRW zum Beispiel nach dem Merkblatt des Umweltministeriums, und steht Ihnen zugleich bei Fragen zu dieser Thematik gerne beratend zur Seite.