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Spürbarer Klimawandel trotz rückläufiger Treibhausgasemissionen

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Die Bundesregierung hat den ersten umfassenden Bericht zum Klimawandel vorgelegt, berichtet das Umweltbundesamt (UBA). Danach hat sich die Zahl der "heißen" Tage mit über 30 °C in Deutschland von drei auf acht erhöht. Länger andauernde Hitzewellen haben ganz unterschiedliche Konsequenzen:

  • Die Stromversorgung muss aufgrund mangelnden Kühlwassers in den Kernkraftwerken gedrosselt werden.
  • Das Gesundheitsrisiko für den Menschen steigt
  • Neue wärmeliebende Insekten breiten sich aus
  • In der Landwirtschaft sinkt die Qualität und die Erträge schwanken

Der Klimawandel lasse sich nicht mehr aufhalten, selbst wenn alle Treibhausgasemissionen auf Null gesetzt würden, so das UBA, würde sich das Klima für hunderte Jahre weiter ändern.

Laut einer weiteren Pressemitteilung des UBA sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2014 aber auf den niedrigsten Wert seit 2010 gesunken. Allerdings ist dieser Rückgang größtenteils auf den letzten milden Winter mit dadurch weniger Heizenergieeinsatz zurückzuführen. Die Energiewirtschaft (allgemeine Strom- und Wärmeversorgung) trug mit knapp 6 Prozent Rückgang zur Treibhausgasminderung bei. Im Verkehr dagegen stiegen die Emissionen um mehr als 3 Prozent. Im Abfallbereich gingen die Emissionen des Treibhausgases Methan 2014 um 0,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente zurück. Grund ist vor allem das Verbot zur Deponierung organischer Abfälle.

Monitoringbericht 2015 des UBA zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel