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Trinkwasserqualität „sehr gut“ – aber zu viel Nitrat im Grundwasser

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Alle drei Jahre müssen die EU-Mitgliedstaaten einen Trinkwasserbericht vorlegen. Dies hat das Umweltbundesamt aktuell für Deutschland getan. Erfasst sind alle größeren Wasserversorger, die etwa 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland abdecken.

Danach zeichnet sich das deutsche Trinkwasser seit Jahren durch gleichbleibend gute Qualität aus. Es wird sehr häufig kontrolliert, teilweise sogar täglich. Bleibelastungen des Trinkwassers sind selten geworden, seitdem bleihaltige Rohre und Armaturen immer weniger verwendet werden. Für Blei gilt seit dem 1. Dezember 2013 ein Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Auch für Nitrat im Trinkwasser zeichnet sich ein positiver Trend ab. Seit 2009 gibt es so gut wie keine Grenzwertüberschreitungen im Trinkwasser mehr.

Das gilt allerdings nicht für den Nitratgehalt in Grundwasser und Gewässern: Hier steigt die Nitratkonzentration sogar weiter an. Die großen Trinkwasserversorger verdünnen deshalb zu stark belastetes Grundwasser mit unbelastetem Wasser, sodass eine gleichbleibende Trinkwasserqualität gewährleistet ist. Um diese dauerhaft zu gewährleisten, müssen die Nitratbelastungen aber nachhaltig gesenkt werden.

Aktueller Trinkwasserbericht des UBA