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UBA: Bewertungsgrundlage für Kunststoffe und andere organische Materialien im Kontakt mit Trinkwasser

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Das Umweltbundesamt (UBA) schafft die Grundlagen für die hygienische Beurteilung von Werkstoffen und Materialien die im Kontakt zum Trinkwasser stehen. Dazu gehören beispielsweise Wasserhähne und Trinkwasserleitungen aus Kunststoff. Die neue Bewertungsgrundlage ersetzt schrittweise bisherige unverbindliche Leitlinien und schafft Rechtsverbindlichkeit. Unternehmer und andere Inhaber von Wasserversorgungsanlagen müssen sicherstellen, dass in Trinkwasseranlagen nur noch solche organischen Materialien verwendet werden, die den Anforderungen der neuen UBA-Bewertungsgrundlage entsprechen. Die zweijährige Übergangsfrist endet am 21. März 2021.

Derzeit fallen in den Anwendungsbereich dieser Bewertungsgrundlage folgende organische Materialien:

  • Kunststoffe
  • Organische Beschichtungen
  • Schmierstoffe

Zukünftig sollen auch diese organischen Materialien nach Ergänzung der entsprechenden Anlagen ebenfalls in den Anwendungsbereich gehören. Für sie gelten zurzeit noch Übergangsregelungen:

  • Elastomere
  • Thermoplastische Elastomere (TPE)
  • Silikone

Der Nachweis, dass ein Produkt den Anforderungen dieser Bewertungsgrundlage entspricht, kann beispielsweise durch ein Zertifikat eines für den Trinkwasserbereich akkreditierten Zertifizierers erbracht werden.

Für Trinkwasserinstallationen dürfen nur solche Materialien verwendet werden, die in den Positivlisten des UBA als geeignet eingestuft sind. Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung müssen zwingend eingehalten werde. Dafür sorgen die Trinkwasseruntersuchungen der Eurofins Umwelt. Wir beraten zur Optimierung und Funktionskontrolle von Wasseraufbereitungsanlagen, führen Probenahmen durch und schulen Mitarbeiter.

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