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UBA-Studie: Dynamik der Klarwasseranteile

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Klarwasser ist behandeltes kommunales Abwasser und wird oft in Fließgewässer eingeleitet. Es gelangt auf diese Weise als Uferfiltrat oder durch künstliche Grundwasseranreicherung (Zufuhr von Oberflächenwasser) ins Trinkwasser. Laut Umweltbundesamt (UBA) stammen daher etwa 17 Prozent des Trinkwassers, das die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland bereitstellt. 

Eine neue Studie des Umweltbundesamtes (UBA) gibt eine deutschlandweite Einschätzung der Klarwasseranteile in Oberflächengewässern und deren Risiko für die Trinkwassergewinnung. Sie enthält Handlungsempfehlungen für Überschreitungen gesundheitlicher Orientierungswerte. 

Nach der Studie birgt das Auftreten erhöhter Klarwasseranteile in einem Oberflächengewässer, das durch Uferfiltration oder künstlicher Grundwasseranreicherung zur Trinkwassergewinnung beiträgt, per se kein Risiko für die öffentliche Gesundheit. Landesbehörden sollten aber Untersuchungen anstellen, um eine mögliche Beeinträchtigung von Trinkwasser aus Uferfiltrat oder künstlicher Grundwasseranreicherung besser abschätzen zu können. Gerade unter den Bedingungen des Klimawandels wird die Trinkwasserversorgung auf diese Verfahren angewiesen sein, um lokale Trinkwasserressourcen zu stützen.

UBA-Studie: Dynamik der Klarwasseranteile in Oberflächengewässern und mögliche Herausforderung für die Trinkwassergewinnung in Deutschland