Schadstoffsteckbrief: Bisphenol A (BPA)

Bisphenol A (BPA) ist eine Industriechemikalie, die vor allem zur Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen eingesetzt wird. Aufgrund ihrer Eigenschaften ist BPA in vielen Alltagsprodukten verbreitet.
Gefahren und Risiken
BPA wirkt hormonaktiv und kann in den menschlichen Hormonhaushalt eingreifen. Es wird mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht, darunter:
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes
- Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit
- Mögliche Zusammenhänge mit Krebserkrankungen
- Entwicklungsstörungen bei ungeborenen Kindern
Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung BPA in potenziell gesundheitsschädlichen Mengen ausgesetzt ist.
Vorkommen und Aufnahme
BPA findet sich in Kunststoffen, Verpackungen, Beschichtungen und Thermopapier. Es gelangt über Produktionsprozesse, Abfälle und den Abbau von Materialien in die Umwelt und ist vor allem in Gewässern nachweisbar.
Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser, aber auch über Luft und Staub.
Rechtliche Einordnung
BPA ist als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft. Seit 2024 gilt in Deutschland ein Grenzwert von 2,5 µg/l im Trinkwasser. Zudem bestehen Einschränkungen bei der Verwendung, insbesondere bei Produkten für Säuglinge.
Untersuchungsmatrix bei Eurofins Umwelt
Wasser:
- Badegewässer
- Vorfluter
- Oberflächenwasser
- Abwasser (behandelt, Ablauf)
- Wasser aus Oberflächenentwässerung
- Trinkwasser
- Grundwasser
- Rohwasser
Feststoffe:
- Boden
- Abbruchmaterial
- Gleisschotter
- Beton
- Isoliermaterial
- Straßenbeläge
- Dichtungsmittel
- Farbanstrich
- Bauschutt
- Kleber
- Estrich
- Putz
- Spachtelmasse
- Kit
- Bituminöses Material
- Faserzementprodukte (Eternit)
- Styropor
- Mineralwolle
Unsere Analytik ermöglicht den zuverlässigen Nachweis selbst geringster BPA-Konzentrationen gemäß den geltenden gesetzlichen Vorgaben. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!
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