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Lebensmittel >> Food Testing News >> BIOFACH 2026 - Eurofins Veranstaltung auf dem Kongress

Eurofins Veranstaltung auf dem Biofach 2026 Kongress | Laden Sie die Präsentationen (englischsprachig) hier herunter

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Feb. 2026. Die BIOFACH 2026 fand vom 10. bis 13. Februar in Nürnberg statt und war ein voller Erfolg! Wir haben uns sehr gefreut, persönlich mit Kund:innen in Kontakt zu treten und sie ausführlich zu den Themen Lebensmittelsicherheit, Audits und Zertifizierung zu beraten. Darüber hinaus haben wir uns sehr geehrt gefühlt, am 11. Februar einen Beitrag zum offiziellen Biofach-Kongress leisten zu können. 

Thema der Kongress Veranstaltung: Neue Regularien für „nicht zugelassene“ Produkte und Stoffe in Bio-Produkten gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 

Die neue Bio-Verordnung (EU) 2018/848 verpflichtet erstmals in der Geschichte der Gesetzgebung zur ökologisch/biologischen Produktion Unternehmen, Behörden und Kontrollstellen zu Maßnahmen, wenn nicht zugelassene Erzeugnisse oder Stoffe in Bio-Produkten nachgewiesen werden. Allerdings gibt es sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas noch erhebliche Defizite bei der ordnungsgemäßen und harmonisierten Umsetzung der Anforderungen von Artikel 29. Dies gibt Industrie und Handel Anlass zur Besorgnis hinsichtlich möglicher Verzögerungen in der Lieferkette aufgrund zeitaufwendiger Untersuchungen im Falle von analytischen Befunden.

Derartige Untersuchungen sind in Fällen ungerechtfertigt, in denen sich bei Anwendung empirischer Kenntnisse oder wissenschaftlicher Erkenntnisse kein Verstoß ergibt. Was bedeutet „Vorhandensein” in Artikel 29 Absatz 1? Bei analytischen Methoden für Rückstände und Kontaminanten gibt es kein „nicht vorhanden“. Allenfalls werden die Stoffe oberhalb der Nachweisgrenzen nicht nachgewiesen. Ohne definierte Höchstmengen könnte diese Unklarheit zu willkürlichen Bewertungen führen. Darüber hinaus werden die Artikel 28 und 29 in den EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich ausgelegt und umgesetzt.

Johannes Jaschik, Eurofins Dr. Specht International GmbH, presenting at the Biofach 2026 Congress

Johannes Jaschik, Eurofins Dr. Specht International GmbH, hält einen Vortrag auf dem Biofach 2026 Kongress

Diese Themen wurden in Vorträgen von Vertreter:innen aus Handel und Industrie, der Zertifizierungsstellen und Analyselaboren behandelt und zur Diskussion gestellt. Aurora Abad, Generalsekretärin der OPTA (Organic Processing and Trade Association), wies auf die Folgen von Verzögerungen in den Lieferketten hin, die durch ungerechtfertigte Untersuchungen verursacht werden. Die von ihr vertretene Industrie erwartet weiterhin, dass die Schlussfolgerungen der EFSA zu Änderungen bei der Umsetzung von Artikel 29 der Verordnung führen werden. Johannes Jaschik vom Eurofins-Pestizidlabor Dr. Specht International GmbH stellte Fallstudien zur Komplexität von Pestizidmetaboliten vor. Sind sie ein Indikator für den Einsatz von Pestiziden oder könnten sie andere Ursachen haben? Dr. Werner Nader, Berater bei Eurofins Dr. Specht Express Testing & Inspection GmbH, stellte 20 sogenannte Multi-Source Stoffe vor, die sowohl als Rückstände von Pestiziden in Frage kommen, aber auch andere Ursachen haben können und deshalb keinen Verstoß gegen die Regeln der ökologischen/biologischen Produktion anzeigen. In Fallstudien stellte er vier Substanzen vor, die besonders häufig zu Nachforschungen Anlass geben: Phosphonsäure, Fosetyl, Glyphosat und dessen Metabolit AMPA. Juan Carlos Pérez Montero, Vizepräsident des EOCC (European Organic Certifiers Council), stellte die Herausforderungen für Bio-Zertifizierer vor.

Klicken Sie hier, um die englischsprachige Präsentation herunterzuladen

Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung steht allen registrierten Besuchern der Biofach 2026 auf der Talque-Plattform der Messe zur Verfügung.