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Neuer Nachweis emetischer Bacillus cereus Stämme in nur einem Tag

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Okt. 2019. Einige Bacillus cereus Stämme produzieren Toxine, die zu einer lebensmittelbedingten Erkrankung führen können. Eurofins bietet den immunologischen Nachweis und – neu – den Nachweis des Gens für das emetische Toxin in nur einem Tag an. GLISA und PCR liefern schnelle und spezifische Ergebnisse beim Nachweis des Toxinbildungsvermögens und der Toxin-Genausstattung präsumtiver Bacillus cereus.

Aktueller Stand der Nachweise

Für die Beurteilung der toxinogenen Relevanz eines Nachweises von präsumtiven Bacillus cereus ist zum einen die Keimzahl, zum anderen das Toxinbildungsvermögen ausschlaggebend (ALTS Ad-hoc-AG Art. 14, Empfehlung zu bedenklichen Mikroorganismen, 2010). Der Duopath®-Test (VWR) ermöglicht die Detektion der HBL- und NHE-Diarrhoe-Enterotoxine in Kulturüberständen von Bacillus cereus Isolaten oder dem in Kultur angereicherten Lebensmittel. Der Nachweis der präformierten Toxine an sich, z. B. in Lebensmitteln, kann nur in aufwändigen Zellkultur-Assays durchgeführt werden. Ebenso verhält es sich mit dem emetischen Toxin, das heftiges, schwer stillbares Erbrechen verursacht. 

Problematik des Nachweises des emetischen Toxins

Ein immunologisches Testsystem für dieses hitzestabile Toxin wurde vom Markt genommen. Der Zellkultur-Nachweis des emetischen Toxins in Lebensmitteln direkt oder in Kulturüberständen ist für eilige Entscheidungen in der Routine keine Alternative. Zudem können emetische Stämme von präsumtivem Bacillus cereus im Lebensmittel bei Auslieferung vorhanden sein, nicht aber das Toxin, weil dieses erst nach Auskeimen von Sporen während der Lagerung oder beim nicht regelgerechten Warmhalten von gekochten stärkehaltigen Speisen (Reis , Nudeln, Gnocchi etc.) gebildet bzw. durch Aufnahme der dann lebenden Keime im Darm freigesetzt wird. Deshalb ist es von großem Interesse, diese B. cereus Stämme direkt in Lebensmitteln nachweisen zu können.

Die Lösung des Problems

Eurofins Inlab ist nun in der Lage, Bacillus cereus Stämme, die die Diarrhoe-Toxine bilden, als auch solche, die das Gen für die  Produktion von emetischem Toxin tragen, mittels PCR nach kurzer Kulturzeit nachzuweisen. In die Validierungsstudie wurden stärkehaltige Produkte (z. B. Gnocchi) aber auch Molkereiprodukte (Ricotta) einbezogen. Selbstverständlich können auch isolierte Stämme getestet werden. Die Validierung ist abgeschlossen. Die Übergabe in die Routine steht vor dem Abschluss.

Haben Sie Fragen?

Fragen bezüglich der getesteten Lebensmittel und der Testdauer richten sie bitte an unseren Experten Dr. Jens Kroll.